Mittwoch, 29. März 2017

[Neuzugang] Julia Zange - Realitätsgewitter (Rezensionsexemplar)


Vor einigen Wochen entdeckte ich diesen Roman auf einem anderen Blog und bekam richtig Lust ihn zu lesen. Ich bat den aufbau-Verlag um ein Rezensionsexemplar und hätte fast nicht mehr damit gerechnet, weshalb ich dieses Buch dann aus der Bücherei ausgeliehen hatte. Glücklicherweise hatte ich es noch nicht begonnen. Das Bücherei-Exemplar habe ich heute wieder zurück gegeben, sodass ich nun mein eigenes habe, das ich in Ruhe lesen und rezensieren kann. Ich freue mich so. :) 
Herzlichen Dank, lieber aufbau-Verlag!

Montag, 27. März 2017

[Rezension] Bov Bjerg - Auerhaus


Dass "Auerhaus" ein Bestseller war, ist an mir vorbei gegangen. Ich bin eher zufällig bei Amazon auf das Buch gestoßen, als ich mich durch die Romane von Wolfgang Herrndorf und ähnliche andere Romane wühlte. Ich dachte, dass ich hiermit einen ganz besonderen Roman in der Hand hätte. Kritiker sagen, wenn man diesen Roman lese, möchte man wieder 17, 18 sein. Mir erging es dabei nicht so.

Inhalt
Baden-Württemberg in den 80er-Jahren: Frieder, der beste Freund des Ich-Erzählers Höppner versucht, sich mit Schlaftabletten das Leben zu nehmen und landet in einer psychiatrischen Klinik. Nach einiger Zeit wird er entlassen und ihm wird geraten, nicht mehr zurück zu den Eltern zu ziehen. Er und Höppner ziehen also in das leerstehende Haus seines Großvaters und nehmen ihre Freunde mit. Sie gründen eine Schüler-WG und nennen ihr neues zu Hause "Auerhaus", ein Verhörer, der durch das Lied "Our House" von Madness entstand. 
Während ihrer Zeit in diesem Haus erfahren wir einiges über das Landleben in den 80er Jahren, wie sich die Protagonisten durch das letzte Jahr des Abiturs schlagen, was es heißt, erwachsen zu werden und ein bisschen auch etwas über Freundschaft.

Meinung
Ich finde es sehr schwierig, das Buch mit einer Meinung zu versehen. Ich kann schlecht einschätzen, wie man an das Buch herangehen soll. Ist es ein Jugendbuch? Wenn ja, dann bin ich mit meinen fast 30 Jahren nicht mehr die Zielgruppe dieses Romans und darf nicht so viel erwarten wie von Literatur für Erwachsene.
Ist es ein gewöhnlicher Belletrisik-Roman für alle, so fällt er, inhaltlich und zwischen den Zeilen, ziemlich mau aus.

Die Grundidee des Romans ist natürlich super und das, was man zwischen den Zeilen lesen kann, die Gedanken der Protagonisten über das Leben und Erwachsenwerden, hat unglaublich viel Potential. Mehr aber auch nicht. Die Geschichte plätschert dahin, hat keinen Höhepunkt, keine Spannungen und ist teilweise abzusehen. Dass die Geschichte in den 80er Jahren spielt, ist kaum zu spüren, bis auf die Musikkassetten natürlich, die die Clique in der Küche rauf und runter hört. Was sie genau hört, bis auf "Our House", wird dem Leser nicht verraten. Die Protagonisten sind ganz interessant, entwickeln sich jedoch nicht weiter und bleiben irgendwie geheimnisvoll. Informationsfetzen, die man über sie erhält, bleiben eben nur Fetzen.

Sollte dieser Roman explizit ein Jugendroman sein, so fehlen meiner Meinung nach auch hier wichtige Elemente des Jugendromans, wie das Aufzeigen eines Umgangs mit Problemen, einen Weg zu finden, wie man mit dem Erwachsenwerden umgeht und so weiter. Es ist schwierig auszumachen, was der Roman denn nun aussagen soll und wenn er nichts aussagen soll, so konnte er mich nicht einmal unterhalten, da er kaum Handlung hatte, die mich fesseln konnte.

Der Roman scheint jedoch gut vermarktet und überbewertet zu sein. Er wurde mir als etwas verkauft, was er nicht ist. Ich kann ihn mir aber richtig gut als deutsche Verfilmung vorstellen. Von der Machart ein bisschen wie "Crazy". Mal sehen, was da noch kommt.

2 von 5 Sternen



Sonntag, 19. März 2017

[Laberpost] Bücherei-Haul

Ich habe mal wieder Hamburgs Bücherhallen unsicher gemacht und einige Romane mitgenommen, die auf meiner Wunschliste stehen. 
Die Leihfristen betragen 4 Wochen und sofern keine Vormerkungen vorliegen, kann man das Buch noch zwei Mal verlängern. Hoffen wir also, dass ich es in 3 Monaten schaffe, die geliehenen Bücher zu lesen.

Beginnen wir mit einem recht aktuellen Bestseller: "Die Vegetarierin" von Han Kang. Wie man unschwer erkennen kann, habe ich die englische Version mitgenommen, die "The Vegetarian" heißt. Ich habe es durch Zufall entdeckt und dachte mir: Warum nicht mal auf Englisch ausprobieren? Zwar ist die Originalsprache des Romans Koreanisch, sodass ich also nicht in den Genuss der Originalsprache komme (die ich ohnehin nicht verstehe), jedoch ist es mal eine neue Erfahrung, ein Buch für Erwachsene auf Englisch zu lesen.



Kommen wir zu einem Roman, der recht neu ist: „Realitätsgewitter“ von Julia Zange. Ich habe ihn, unerwartet, in der Jugend-Bibliothek gefunden. Ich dachte eher, dass es sich dabei um einen Roman für junge Erwachsene, Zugehörige der Generation Y handelt.

Außerdem sehen wir hier „Party am Abgrund -  Meine Nomadenjahre im Drogen- und Technorausch. Eine Aussteigerin erzählt“ von Bettina Vibhuti Uzler. Hier haben wir es nicht mit einem Roman, sondern einem autobiografischen Buch zu tun, was einen wilden, ungewöhnlichen Lebensabschnitt beschreibt. Ich stelle es mir sehr spannend vor. „Wir Kinder von Bahnhof Zoo“ hat mir damals sehr gefallen und auch das Buch des Ex-Drogenabhängigen Jörg Böckem fand ich sehr spannend. Biografien zu dem Thema finde ich sehr interessant.



Weiter mit Drogen geht’s mit dem Roman „Endlich Kokain“ von Joachim Lottmann, ein Literat der Popliteratur, der in diesem Roman einen unauffälligen Mann beschreibt, der aufgrund seines Übergewichts eine Kokain-Diät beginnt und sich dadurch nicht nur in einen schlankeren, sondern auch offeneren und exzentrischen Menschen verwandelt.

Last but not least: „The Great Gatsby“ von F. Scott Fitzgerald ist ebenfalls ein Versuch, ein englisches Buch für Erwachsene zu lesen. Diesmal ein Buch, dessen Originalsprache auch Englisch ist. Dieser Roman stand schon länger auf meiner Wunschliste und ich habe den Film bisher noch nicht gesehen, da ich immer das Buch vorher lesen wollte. Damit ich den Film gucken kann, muss ich das Buch also bald lesen.


DVDs hatte ich auch im Gepäck. "The F-Word" mit Daniel Radcliffe und Adam Driver (den ich auch nur wegen letzterem ausgeliehen hatte), "Schoßgebete" nach dem Roman von Charlotte Roche und "The Place beyond the Pines" mit Ryan Gosling. Den wollte ich schon immer mal sehen.

Als nächstes werden Graphic Novels folgen. Ich habe noch nie einen gelesen. Was Comics angeht, kenne ich nur Mangas und das lustige Taschenbuch. Im Internet habe ich mir eine Graphic Novels herausgesucht, die mir gefallen könnten. Darunter zum Beispiel literarische Klassiker und eine Geschichte um die Literaten der Beat Generation.



Wie ist es bei euch? Geht ihr oft in die Bücherei, um euch neuen Lesestoff zu besorgen? Was nehmt ihr da so mit? :)