Dienstag, 21. Januar 2014

Und schon wieder preisreduzierte Neuzugänge!

Ich kann's nicht lassen. Die Grabbeltische sind einfach zu verlockend. Man weiß ja nie, was sich unter den Bergen von Büchern verbirgt. Es könnte doch was dabei sein, was einen interessiert?
Und tatsächlich. Zwei Bücher habe ich gefunden.



Dara Horn mit "Vor allen Nächten" und Rajaa Alsanea mit "Die Girls von Riad".

"Vor allen Nächten" ist ein historischer Roman und spielt in den USA zur Zeit des Bürgerkriegs.
Der Klappentext sagt folgendes: "New York, 1861. Als Jacob Rappaport, jüdischer Einwandererssohn aus den Nordstaaten, sich meldet, um in den amerikanischen Bürgerkrieg zu ziehen, ahnt er noch nicht, dass er schon bald zwischen alle Fronten geraten wird: den Kampf gegen die Sklaverei, ein Mordkomplott gegen Präsident Lincoln, und vier bildhübsche Schwestern aus den Südstaaten, deren Charme er hoffnungslos verfällt..."

Beim Lesen des Klappentextes fühlte ich mich leicht an "Betty und ihre Schwestern" erinnert. Die USA im 19. Jahrhundert, der Bürgerkrieg und vier Schwestern ließen mich unwillkürlich an die Geschichte von Louisa May Alcott denken. "Betty und ihre Schwestern" mag ich übrigens sehr gerne und erinnert mich sehr an meine Kindheit. 



"Die Girls von Riad" hat ein schrecklich pinkes Kitsch-Cover und sieht nach etwas aus, was es nicht ist. Dieses Buch habe ich kürzlich bei Amazon auf meine Wunschliste gesetzt. Und nun habe ich es hier zufällig auf dem Grabbeltisch gefunden und sofort mitgenommen.
Der Klappentext: "Kamra und ihre Freundinnen sind jung, hip und abenteuerlustig. Sie wollen das Leben genießen und sich verlieben. Doch was im Rest der Welt zum Erwachsenwerden einfach dazugehört, ist in ihrer Heimat in Saudi-Arabien ein Tabu. Es wird zur unüberwindlichen Hürde in einer Kultur, in der man zwar 'Sex and the City' im Fernsehen empfangen, als Frau aber nicht allein mit einem Mann in einem Zimmer sein darf..."

Angeblich soll dieser Roman auf wahren Begebenheiten basieren und ist für mich insofern interessant, da es Einblick in eine fremde, religiös geprägte und fast totalitäre Welt gebietet und vielleicht mit dem ein oder anderen Vorurteil, das noch im Kopf sitzt, aufräumen kann.
Schon öfter habe ich es erlebt, dass ich mir das Leben in einem Land anders vorgestellt habe, weil die Medien es so und so vermitteln, als es wirklich ist. Und laut Aufkleber war es auch schon mal in der Spiegel-Bestseller-Liste.

Kommentare:

  1. Mir hatten "Die Girls von Riad" sehr gut gefallen. Nicht nur, weil man einen Einblick in ein fremdes Land und eine fremde Kultur bekommt, der mal nicht durch die Medien von außen geprägt wurde, sondern auch, weil man innerhalb der Geschichten sieht, wie gegensätzlich die verschiedenen "Girls" leben und wie widersprüchlich viele der gelebten "Traditionen" sind.

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    1. Schön, dass du es gelesen hast!
      Ja, vor allem das interessiert mich besonders: Die Widersprüchlichkeit der Traditionen und wie es dort ausgelebt und damit umgegangen wird.
      In der westlichen Welt hat man ja kaum ein Bild davon, wie die Menschen dort privat leben und wie mit diesen Traditionen und damit verbundenen Widersprüchlichkeiten umgegangen wird.

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    2. Besonders auffällig fand ich es im Umgang zwischen den jungen Männern und den Frauen. Auf der einen Seite das Bedürfnis nach Nähe, nach Informationen, nach modernem Leben und auf der anderen Seite diese Intoleranz und Verachtung. Sehr spannend und sehr schwierig!

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    3. Das klingt wirklich interessant! Ich bin gespannt! :)

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